Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann

Einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker und wichtigster Vertreter des naturalistischen Dramas an der Schwelle des 20. Jahrhundert, der 1912 den Nobelpreis für Literatur erhielt (1862-1946)


Geboren in Schlesien, wollte Hauptmann eigentlich Bildhauer werden. Er besuchte die Kunstschulen in Breslau und Dresden und ließ sich von der griechischen und römischen Antike in Italien inspirieren, hörte aber auch Vorlesungen zu Philosophie, Naturwissenschaften und Geschichte in Jena und Berlin und nahm Schauspielunterricht.


Als er mit 23 Jahren heiratete, hatte er keinerlei Abschlüsse, war auf der Suche nach seiner künstlerischen Begabung, nach dem eigenen Weg. Die Heirat mit Marie Thienemann vom Hohenhaus, einer reichen Dresdener Kaufmannstochter, ermöglichte finanzielle Sicherheit. So konnte er sich eine Existenz als freier Schriftsteller aufbauen. Zu seinem wohl bekanntesten Stück gehört das Drama „Die Weber“, in dem es um den Aufstand der schlesischen Handwerker im Jahr 1844 geht.


In den 20er Jahren wurde Hauptmann zur Repräsentationsfigur der Weimarer Republik, nachdem der letzte Kaiser noch den "Rinnsteinpoet[en]" in ihm sah. Das Nazi-Regime hat ihn nicht gebilligt, aber geehrt, ausgewählte Stücke wurden gespielt. Nach Kriegsende sollte er den Ehrenvorsitz des Kulturbundes in Berlin übernehmen, sein Tod kam dem zuvor.


Ein direkter Kontakt zu Olaf Gulbransson entstand über den Theatermann Björn Björnson, den Onkel von Dagny Björnson-Gulbransson, der um 1920 in München wohnte und mit dem das Ehepaar Hauptmann verkehrte. Vergeblich versuchten sie damals eine eheliche Verbindung zwischen ihrem Sohn Benvenuto und Dagny zu fördern, doch war inzwischen bereits Olaf auf den Plan getreten. Es entstand eine Freundschaft zwischen Gulbransson und Hauptmann, die ein reger Briefwechsel bezeugt.


Text nach und weiterführende Quellenangabe: https://www.hauptmannmuseum.de/gerhart-hauptmann sowie „Olaf Gulbransson: Wie göttlich verrückt du bist. Gezeichnete Briefe. München 1989.“

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